Forschungsretreat "Physik, Musik und Mystik"

vom 23.-26. November 2017 im Hammerschloss bei Kallmünz. Das Retreat bietet eine inspirierende Mischung aus Forschung, Bildung und tiefgründigem Erleben.

Um zeitige Anmeldung wird gebeten, da die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt ist.Das Retreat richtet sich sowohl an Wissenschaftler und Studenten, als auch an Therapeuten, Lebensbegleiter, Praktizierende und Interessierte Menschen.

Anmeldung an retreat(at)verein-gbb.de.

 


Symposium „An den Grenzen des Bewusstseins“

Das Symposium der Bewusstseinswissenschaften findet am 21. Oktober 2017 im Universitätsklinikum Regensburg statt. Referenten sind Prof. Thomas Loew, Prof. Torsten Passie, Dr. Dr. Walter von Lucadou, Dr. Klaus Blaser, Dr. Michael Nahm, Prof. Thilo Hinterberger und andere.
Anmeldungen an Sigrid.Eichinger@ukr.de, nähere Infos unter www.symposium-bewusstseinswissenschaften.de

 

 


 

Die Kunst der Werdens-Begleitung
- eine weiterbildende Ringveranstaltung

Die von der GBB mitgetragene und unterstützte „Kooperative Werden“ bietet ab Mai 2016 eine weiterbildende Ringveranstaltung zur „Kunst der Werdens-Begleitung“ an. Sie wendet sich an Professionelle, die Menschen in einer neuen, nicht pathologisierenden Weise begleiten möchten,

  • wenn diese sich in einer schwierigen Entscheidungssituation befinden,
  • wenn sie sich in einer Sackgasse erleben,
  • wenn sie bemerken, ein „radikaler“ Neuanfang stünde „eigentlich“ an, 
  • wenn psychische und/ oder somatische Symptome sich bereits eingestellt haben oder Krankheitsdiagnosen bereits erstellt wurden, sie dadurch in ihrer bisherigen, abträglichen Lebensform festgehalten werden und „eigentlich“ eine Neuorientierung und ein Neustart anstünde.

Der Ansatz der Werdens-Begleitung ist aus vielen Erfahrungen von Professionellen in solchen Berufsfeldern wie Medizin, Psychotherapie, Heilpraxis, Beratung, Coaching entstanden. Immer wieder wurde berichtet, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens gemäß einem anderen, eigenbestimmteren Lebensentwurf sich weiter entwickeln wollen, in dem sie ihr „eigentliches“ Potential entdecken und entfalten können. Für diese Umorientierung auf eine neue, sinnhafte Perspektive in ihrem Leben möchten sie aber nicht als abweichend, gestört oder krank diagnostiziert und entsprechend ambulant oder stationär behandelt werden. Sie möchten vielmehr zu dem werden, was sie wirklich sein könnten; sie möchten erwachen aus dem bisherigen, unbefriedigenden und oft leidvollen Lebensvollzug, ohne dass diese Umorientierung als eine „Therapie“ von etwas Abweichendem oder Gestörtem bezeichnet wird. Für die Entdeckung und Erkundung des anderen, Sinn und Erfüllung stiftenden Lebensweges suchen sie eine kundige Unterstützung und Begleitung. Insofern soll die weiterbildende Ringveranstaltung einführen in die „Kunst der Werdens-Begleitung“ und das dafür erforderliche Handwerkszeug vermitteln.

Es handelt sich um 7 Kurse, die die Theorie und Praxis der „Kunst der Werdens-Begleitung“ vermitteln. Die Kurse decken ein Curriculum ab. Sie können (möglichst) als gesamtes Kurssystem besucht werden, es ist aber auch möglich, einzelne Kurse zu buchen.

Kursübersicht

Ausführliche Informationen zu den Kursen und der Organisation der weiterbildenden Ringveranstaltung sind der Website der Kooperative Werden zu entnehmen: www.kooperative-werden.de .

Kurs 1:                  27. – 29. Mai 2016                           (Freitag – Sonntag)

Themenschwerpunkt:

Auf dem Weg zur Lebenskunst I: Das eigene Potential erkunden

Dozenten-Team: Univ.-Prof. Dr. Wilfried Belschner (Univ. Oldenburg, Institut für Psychologie), Dr. Johann Bölts (Univ. Oldenburg, Leiter des PTCH), Dipl.-Kffr. Sabine Poetsch (Freie Praxis für Coaching, Hamburg)

 

Kurs 2:                  09. – 11. September 2016            (Freitag – Sonntag)       

Themenschwerpunkt 1:

Zwischen Mainstream-Ökonomie und Postwachstumsökonomie - welchen Wandel wollen wir?

Dozent: Prof. Dr. Niko Paech  (Univ. Oldenburg, Lehrstuhl für Produktion und Umwelt)

Themenschwerpunkt 2:

Auf dem Weg zur Lebenskunst II: Erwachen zum Werden

Dozenten-Team: Univ.-Prof. Dr. Wilfried Belschner (Univ. Oldenburg, Institut für Psychologie), Dr. Johann Bölts (Univ. Oldenburg, Leiter des PTCH), Dipl.-Kffr. Sabine Poetsch (Freie Praxis für Coaching, Hamburg)

 
Kurs 3:                  24. – 26. November 2016             (Donnerstag – Samstag)

Themenschwerpunkt:

Das Sein des Menschen ist sein Werden: Einführung in die Philosophie des Werdens

Dozent: Dr. Christoph Quarch (Philosoph und Autor, Fulda)

 
Kurs 4:                  17. – 19. März 2017                        (Freitag – Sonntag)

Themenschwerpunkt:

Methoden und Konzepte für die Erkundung intrinsischer Lebensimpulse

Dozent: Prof. Dr. Thilo Hinterberger (Univ. Regensburg, Univ.-Klinikum, Forschungsstelle Angewandte Bewusstseinswissenschaften) 

 
Kurs 5:                  28. Juni  – 02. Juli 2017 (Mittwoch – Sonntag)

Themenschwerpunkt:

Am Du zum Ich werden – Wege der Potentialentfaltung

Dozenten-Team: Dr. Christoph Quarch (Philosoph und Autor) und Matthias Graf  (Musiker und Komponist)

 

Kurs 6:                  20.-22. Oktober 2017     (Freitag – Sonntag)

Themenschwerpunkt:

Psychologie der Werdensbegleitung

Dozent: Prof. Dr. Dr. Harald Walach (Universität Witten-Herdecke)

 

 Kurs 7:                 22.-25. März 2018            (Donnerstag – Sonntag)

 Themenschwerpunkt:

Auf dem Weg zur Lebenskunst: Mit solidarischen Lebenswelten den eigenen Weg finden und eine Vision gestalten

Dozenten-Team:

Mitglieder von Solidargemeinschaften, Univ.-Prof. Dr. Wilfried Belschner (Univ. Oldenburg, Institut für Psychologie), Prof. Dr. Franz-Theo Gottwald (COCREATIO Stiftung für Kooperation und kollektive Entwicklung), Dipl.-Kffr. Sabine Poetsch (Freie Praxis für Coaching, Hamburg)

 
Organisatorisches

Für die Weiterbildung „Die Kunst der Werdens-Begleitung“ stehen 25 Plätze zur Verfügung. Anmeldungen bei der Geschäftsstelle der Kooperative Werden: Dipl.-Kffr. Sabine Poetsch, info@kooperative-werden.de .

Gesamtleitung der weiterbildenden Ringveranstaltung:
Univ.-Prof. Dr. Wilfried Belschner und Dipl.-Kffr. Sabine Poetsch

Die Kurse finden statt an einem idyllisch gelegenen Ort an der Nordsee, im Seminarhotel Kunze-Hof, Deichstraße 16-18, 26937 Stadland-Seefeld,   www.kunze-hof.de.

 
Welche Leitgedanken sind mit der Ringveranstaltung verbunden?

Menschen befassen sich immer wieder – und in kritischen Lebenssituationen besonders – mit den „großen“, „letzten“ Fragen: Was ist die tiefste Sehnsucht für mein Leben? Lebe ich mein Potential? Erlaube ich mir, der Mensch zu werden, der ich werden könnte? Bin ich auf dem Weg, der in meine „Mitte“ führt? Was ist das Wesentliche in meinem Leben? Kann ich endlich der Mensch werden, der ich bin? Wie kann ich „ganz“ und „heil“ werden? Wozu lebe ich wirklich?

Mit den Antworten darauf, die sich die Betroffenen aus dem bisherigen Lebensverlauf geben können, sind sie dann des Öfteren unzufrieden oder nicht einverstanden. Vielleicht sogar so unzufrieden, dass sie und ihr soziales Umfeld darunter leiden oder sie mit fortdauernden körperlichen Symptomen darauf antworten. Sie erhalten von gesellschaftlich legitimierten „Experten“ pathologisierende Diagnosen und es wird ihnen nahe gelegt, psychotherapeutische oder medizinische Behandlungen in Anspruch zu nehmen. Denn sie würden die gesellschaftlichen Anforderungen, die an sie gestellt werden, nicht mehr erfüllen; sie gelten fortan als unangepasst, defizitär, gestört oder krank.

Mit der Kunst der Werdens-Begleitung wollen wir von der Kooperative Werden1 eine neue und andere Perspektive eröffnen. Wir wollen herausspringen aus dem herkömmlichen krankheitsbezogenen Beratungs-, Behandlungs- und Therapiehandeln und eine neue, andere professionelle Begleitung zur Verfügung stellen, die es erlaubt, das Potential, das in uns Menschen vorhanden ist, freizulegen und zum Leben zu erwecken. Damit wir erwachen können zu dem „ganzen“ und „heilen“ Menschen, der wir wirklich sein können. Und wir wollen beitragen zum Aufbruch in eine andere Kultur, die das Einzigartige eines Menschen und seine unbedingte und unabsprechbare Unverfügbarkeit anerkennt und würdigt.

Damit diese Umorientierungen erleichtert werden und gelingen können, ist es somit auch erforderlich, sich deutlich zu machen, in welche scheinbar „alternativlosen“ kulturellen und gesellschaftlichen Kontexte wir derzeit eingebunden werden, die unser Selbstverständnis und unsere Lebenspraxis formen wollen, und welche Alternativen es dennoch dazu gibt. In der Veranstaltungsreihe werden deshalb auch die ökonomischen und die philosophischen Modelle, in die wir eingewoben sind, vorgestellt. Ein Stichwort ist zum Beispiel die derzeit als alternativlos dargestellte, auf Wachstum und Rendite ausgerichtete krisenhafte Mainstream-Ökonomie im Vergleich zu einer auf Gemeinschaftlichkeit aufbauenden Postwachstumsökonomie.